Der Präventionsradar

Ansatz

  • Jährliche Befragung von Schülerinnen und Schülern in Deutschland zum Gesundheitsverhalten

Zielgruppe

  • Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 10

Umfang und Dauer

  • Anonyme (Online-)Befragung im Klassenverband einmal je Schuljahr (max. 45 Minuten pro Klasse)

Teilnahmebedingungen

  • Allgemeinbildende Schule
  • Teilnahme mit jeweils einer Klasse pro Jahrgangsstufe der Sekundarstufe 1
  • Bereitschaft, auch in den Folgejahren am Präventionsradar teilzunehmen

Themen des Präventionsradars

  • Bewegung
  • Ernährung
  • Rauchen, Alkoholkonsum
  • Mobbing
  • Umgang mit sozialen Medien

Laden Sie sich die Fragebögen für das Schuljahr 2018/19 herunter:

Kompetenz

Verantwortlich ist das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung, das jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung, Implementation, Evaluation und wissenschaftlichen Begleitung schulischer Präventionsangebote besitzt.

Nutzen für die Schule

Die Schule erhält jährlich einen eigenen Schulbericht, der einen Überblick über das aktuelle Gesundheitsverhalten der Schülerinnen und Schüler bietet.

Durch den Schulbericht kann jede Schule Problembereiche identifizieren und Angebote zur Gesundheitsförderung passgenau einsetzen.

Um nur einige Beispiele zu nennen:

  • Zeigt sich ein Bewegungsmangel können entsprechende Maßnahmen wie bspw. die „Bewegte Pause“ ergriffen werden.
  • Ist Mobbing innerhalb der Schülerschaft oder auffällig hoher Medienkonsum ein bedeutsames Thema, kann darauf reagiert werden.

Schulische Präventionsarbeit kann dadurch bedürfnisorientiert erfolgen und Veränderungen im Gesundheitsverhalten können über die Zeit betrachtet werden.

Zertifizierung

Jede teilnehmende Schule erhält ein Zertifikat über die Teilnahme am Präventionsradar im jeweiligen Schuljahr.

Teilnehmen

Interessierte Schulen können sich jederzeit online anmelden.

Durchführung

Zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien führt die Schule eine (Online-)Befragung durch. Die Auswahl des Zeitpunkts liegt im Ermessen der Schule. Die Durchführung ist simpel gehalten und kann problemlos in Freistunden erfolgen. Eine entsprechende technische Ausstattung der Schule (PCs mit Internetzugang o.ä.) sollte vorhanden sein.

Warum ist Prävention wichtig?

Viele Verhaltensweisen, die wir ein Leben lang zeigen, die guten wie die schlechten, werden im Kindes- und Jugendalter erlernt.

Daher fällt den Kindergarten- und Schuljahren auch eine bedeutende Rolle bei der Verhütung von lebensstilbedingten Erkrankungen zu. Genau an dieser Stelle setzt der Präventionsradar an.

Finanzierung

Der Präventionsradar wird durch die DAK-Gesundheit finanziert. Daher entstehen für die Schulen keine Kosten. Durch das 2016 beschlossene Präventionsgesetz sind Krankenkassen gesetzlich verpflichtet, neue Maßnahmen in den Bereichen Vorbeugung gegen Krankheiten (Prävention), Gesundheitsförderung und Früherkennung von Krankheiten umzusetzen. Hierzu zählt auch der Präventionsradar.

Recht und Ethik

Der Präventionsradar wurde durch die im jeweiligen Bundesland zuständige Aufsichtsbehörde genehmigt.

Die Ethikkommission der Deutschen Gesellschaft für Psychologie hat den Präventionsradar als ethisch unbedenklich eingestuft.